Spezialveranstaltungen
Wann finden die nächsten Spezialveranstaltungen statt?
Die Spezialveranstaltungen zu ausgewählten musiktherapeutischen Themenkomplexen sind ein wahlobligatorisches Zusatzangebot für die Ausbildungsteilnehmer zur Erweiterung und Vertiefung wichtiger musiktherapeutischer Themenkomplexe. Sie sind gleichzeitig offen für an Musiktherapie Interessierte, aber auch für Musiktherapeuten mit abgeschlossener Ausbildung.
Die Veranstaltungen finden jeweils an einem Wochenende statt.
Beginn: Freitag 19 Uhr
Ende: Sonntag 12 Uhr
Ihre Anmeldung richten Sie bitte an die:
Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen
Fachklinik Klosterwald
Bahnhofstr. 33
07639 Bad Klosterlausnitz
Einführung in die Musiktherapie
Im Einführungskurs möchten wir die Interessenten unserer Ausbildung über das musiktherapeutische Konzept und über Art und Inhalt der Musiktherapieausbildung an der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen informieren.
Über eigenes Erleben und Information erhalten Sie Einblick in die verschiedenen musiktherapeutischen Handlungsformen und ihre Anwendungsmöglichkeiten in medizinischen, sozialen, pädagogischen und präventiven Arbeitsfeldern.
Gruppensingtherapie
Die Gruppensingtherapie spielt eine sehr wichtige Rolle im musiktherapeutischen Konzept und ist eine der ältesten musiktherapeutischen Methoden. Therapeutisches Singen erfordert vom Therapeuten fundierte gruppendynamische Kenntnisse und musiktherapeutisches Handwerk.
Schwerpunkte:
- Didaktik der therapeutisch gestalteten Großgruppe
- Therapeutisches Singen als Selbstausdruck und Gemeinschaftserlebnis
- Umgang mit Liedern, insbesondere mit Kanons, als improvisatorisch zu gestaltendes, kooperatives Gemeinschaftserlebnis
- Vermittlung musikhandwerklicher Fähigkeiten
- Erarbeitung von Handlungsansätzen für unterschiedliche Gruppenvoraussetzungen.
Klassische musikalische Formen in der Instrumentalimprovisation
Klassische musikalische Formen, wie Kanon, Rondo, Suite, Ricercare, Konzert u.a., haben sich im Laufe der Geschichte als vereinbarte Formen sozialer Interaktion herausgebildet und können in der Instrumentalimprovisation für therapeutische Anliegen genutzt werden. Es soll ihr historischer Bezug, ihre Anwendung, ihre Indikation und Umsetzung in therapeutische Situationen deutlich werden. Diese Spezialveranstaltung ist als Weiterbildung für Musiktherapeuten gedacht, die Instrumentalimprovisation in der Psychiatrie, Geriatrie, Psychosomatik sowie im Sozialbereich und in der Pädagogik anwenden bzw. anwenden wollen. Sie besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Wochenendveranstaltungen, wobei das erste Wochenende dem Kennenlernen, Gestalten und Erfahren der musikalischen Formen über Rezeption und Instrumentalimprovisation gilt und die nachfolgende Veranstaltung vor allem die indikatorische und die didaktische Seite ihrer Umsetzung zum Thema hat.
Bildgestalten mit Musik
Bildgestalten mit Musik regt therapeutisches Geschehen in zwei Richtungen an:
Zum einen ermöglicht es die Verbesserung des sinnlichen Realitätsbezugs und damit eine Erweiterung der Erlebnis- und Wahrnehmungsfähigkeit, und zum anderen kann es blockierte seelische Probleme in Gang bringen.
Schwerpunkte:
- Malen und Zeichnen als lustvolles, kreatives Geschehen
- Erprobung von verschiedenen Techniken und Ausdrucksformen
- Bildgestalten als Beziehungsaufnahme zur Realität bzw. Umwelt
- Bildgestalten als seelischer Ausdruck
- Bildgestalten als Beziehungsaufnahme zu anderen Menschen
- Therapeutisches Umgehen mit Bildmaterialien - verbales Feedback
- Funktionen der Musik, Auswahlkriterien
Bei dieser Spezialveranstaltung muss die Teilnehmerzahl aus Effektivitätsgründen begrenzt werden. Rechtzeitige Anmeldung ist daher notwendig.
Tänzerische Gruppenmusiktherapie
In dieser Spezialveranstaltung geht es um die Möglichkeiten und Grenzen dieser Handlungsform innerhalb des musiktherapeutischen Konzepts, auch im Vergleich mit der Bewegungsimprovisation nach "klassischer Musik". Es werden Gruppentänze unterschiedlicher Art erlernt und selbst improvisatorisch (weiter)entwickelt sowie ihre Möglichkeiten für therapeutische Situationen theoretisch und praktisch diskutiert.
Anwendungskriterien für Musik in der Rezeptiven Musiktherapie
Die therapeutische Handlungsform der Rezeption von Musik hat eine zentrale Bedeutung zum einen bei rezeptiven Verfahren (Regulative Musiktherapie, Wahrnehmungstraining mit Musik), zum anderen aber auch bei Verfahren der aktiven Musiktherapie (z.B. Bewegungsimprovisation nach "klassischer Musik", Bildgestalten mit Musik, Tänzerische Musiktherapie).
Deshalb kommt therapeutisch intendierten Auswahlkriterien von Musik eine zentrale Bedeutung zu.
Schwerpunkte:
- Erkennen und Beschreiben von musikalischen Strukturen und deren Bedeutung als Voraussetzung für die Anwendung von Musik in therapeutischen Situationen
- Situative und habituelle Bedingungen als Voraussetzungen für die Auswahl von Musik in therapeutischen Situationen
- Musik als außermusikalischer Bedeutungsträger.
Hier ist die Teilnehmerzahl aus Effektivitätsgründen begrenzt. Rechtzeitige Anmeldung ist daher notwendig.
Musiktherapie in der Dyade
Das Musiktherapiekonzept nach Christoph Schwabe favorisiert die therapeutische Potenz der Gruppe und ihres Prozesses als Entwicklungsraum für das Individuum. Deshalb wird in der Ausbildung, sowohl in der Selbsterfahrung als auch in der Theorie, das Hauptaugenmerk auf diese Thematik gerichtet. Die Praxis zeigt aber, dass sowohl aus indikatorischen als auch aus institutionellen Gründen, die Arbeit in der Dyade (Zweierbeziehung) eine wichtige Arbeitsform darstellt.
In dieser Spezialveranstaltung sollen die Gesetzmäßigkeiten, Möglichkeiten und Grenzen der musiktherapeutischen Arbeit in der Dyade näher beleuchtet werden, wobei es sowohl um die theoretisch-didaktischen als auch um die konkreten praktischen Seiten dieser Arbeit gehen soll. Die Veranstaltung ist offen für Musiktherapeuten, die bereits Erfahrungen mit dieser Arbeitsform haben und für solche, deren (zukünftiges) Arbeitsgebiet die Arbeit in der Dyade erforderlich macht. Für Ausbildungsteilnehmer stellt die Veranstaltung eine wichtige Ergänzung zum Curriculum dar.
Musiktherapie im psychiatrischen Arbeitsfeld
Gegenstand dieser Veranstaltung ist die Betrachtung bedeutender Erkrankungen im psychiatrischen Arbeitsfeld unter symptomatologischem, strukturdiagnostischem und psychodynamischem Aspekt mit dem Ziel, wesentliche Faktoren des musiktherapeutischen Handlungsansatzes zu fixieren. Dabei stehen die Major Depression, die somatoformen Störungen sowie die ich-strukturellen Störungen (Persönlichkeitsstörungen) im Vordergrund. Es wird Raum für Fragen geben, die sich allgemein um das Arbeitsfeld Psychiatrie ranken. Instrumental- und Bewegungsimprovisation werden, wenn nötig, Oasen in der "theoretischen Wüste" sein.
Berufsrecht und Praxisrealität der Musiktherapie
Musiktherapie ist bekanntermaßen in Deutschland keine anerkannte Therapieform, und sie ist nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen verankert. Trotzdem ist sie in einer ganzen Reihe von Kliniken und sozialen Einrichtungen erfolgreich etabliert, und es bestehen auch darüber hinaus immer wieder Möglichkeiten der musiktherapeutischen Arbeit, wenn man sich im System der sozialen Sicherung in Deutschland auskennt.
Dazu gehören z.B. die folgenden Fragen: Was muss man über das Heilpraktikergesetz wissen? Wo gelten die Heilmittelrichtlinien? Wann spricht man von einer Behinderung? Wie kann Musiktherapie in die Frühförderung integriert werden? Wie ist die Zuständigkeit der Kostenträger geregelt? Wie verhalten sich gesetzliche Krankenkassen, wie Privatkassen? Wie steht es mit Honoraren oder Zuzahlungen? etc.
Dieses Seminar soll dazu beitragen, die Unsicherheiten und Grauzonen in der musiktherapeutischen Arbeit zwischen Festanstellung, Honorarverträgen und freiberuflicher Tätigkeit zu verringern und anhand von praktischen Übungen, Sicherheit im Umgang mit Institutionen und Behörden zu erlangen. Dabei sind Erfahrungen und Beispiele aus der eigenen Arbeit ausdrücklich erwünscht.
Supervision
Zielgruppe:
Studenten und Absolventen der Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen, Musiktherapeuten aus dem sozialen, klinischen und pädagogischen Bereich. Die Supervision wird als Supervision des einzelnen in der Gruppe, auf Wunsch aber auch als Einzelsupervision, angeboten.
Sie erfolgt für:
- methodenspezifische Fragen
- Integrationsbedingungen von Musiktherapie in unterschiedliche institutionelle Kontexte und in komplexe Handlungssysteme und die dabei auftauchenden Schwierigkeiten
- Beziehungsproblematik in den Situationen: Therapeut-Patient, Therapeut-Gruppe, Therapeut-Mitarbeiter(-team) und Therapeut-Leitungsebene
- Die Supervisionsveranstaltungen bieten den Teilnehmern außerdem die Möglichkeit der Psychohygiene über musiktherapeutische Aktivitäten innerhalb der Teilnehmergruppe.


