Leiter

Kerstin Rilke

Dozentin

Ute Haesner

Dozentin

Wo

Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen, Bahnhofstr. 31, 07639 Bad Klosterlausnitz


Beschreibung

Beginn:  02. November 2018 

                                                                    

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Im Mittelpunkt der Ausbildung steht der Erwerb therapeutischer Kompetenzen der zukünftigen Musiktherapeutinnen und –therapeuten. Diese umfasst die ständige Verknüpfung von personaler, Fach- und Methodenkompetenz. Da die Person der Therapeutin der wichtigste Wirkfaktor in jeglicher Art von Therapie ist, wird der methodenbezogenen und der subjektbezogenen Selbsterfahrung in der Ausbildungsgruppe breiter Raum eingeräumt. Die mit der Selbsterfahrung verknüpfte Vermittlung der theoretischen Grundlagen des musiktherapeutischen Konzepts garantiert einen hohen Lerneffekt. Da sich die zukünftige therapeutische Arbeit, wie auch das Leben selbst, nicht in Fächern ereignet, sondern einen komplexen interaktionellen Prozess darstellt, wird auch die Ausbildung nicht in Fächern, sondern in Blöcken vollzogen. Diese besitzen in Abhängigkeit vom Ausbildungsprozess, unterschiedliche erfahrungs- bzw. theorieorientierte Schwerpunkte, die aber stets im Bezug zum Gesamtkonzept stehen. Das häusliche Literaturstudium wie auch andere Hausarbeiten, sind wichtige Bausteine der Ausbildung (Näheres dazu im Informationsheft).
Der Studiengang gliedert sich in einen Basiskurs, in dem die Grundlagen des Konzepts vermittelt werden, in einen Spezialisierungskurs, der die aktuellen bzw. künftigen Arbeitsgebiete der Teilnehmer einbezieht, und in den Aufbaukurs Supervision, der die ersten Schritte in die berufliche Praxis begleitet.
Die Musiktherapieausbildung entspricht in Umfang und Inhalten den Qualitätsstandards der SAMT (Netzwerk der nichtstaatlichen Ausbildungsinstitute in Deutschland) und ist, in Verbindung mit der jeweiligen Vorqualifikation der Teilnehmer, einem Bachelorabschluss äquivalent.
 
 
 
Basiskurs
 
Methodenbezogene Selbsterfahrung
Selbsterfahrung mit vorwiegend aktiven Handlungsformen
Selbsterfahrung mit vorwiegend rezeptiven Handlungsformen (Regulative Musiktherapie) 
Anliegen des ersten Ausbildungsjahres ist das Erfahren der Handlungsformen der Musiktherapie nach Christoph Schwabe im Rahmen eines konkreten Gruppenprozesses. Im ersten halben Jahr sind dies vorwiegend die aktiven Handlungsformen Instrumentalimprovisation, Bewegungsimprovisation nach „klassischer“ Musik, Bildgestalten mit Musik, Gruppensingtherapie und Tänzerische Gruppenmusiktherapie. Gleichzeitig wird die bewusste Wahrnehmung des im Gruppenprozess Erlebten angeregt. Im Mittelpunkt des zweiten Halbjahres steht die Arbeit auf dem wahrnehmungspsychologischen Handlungsfeld, was sich hier vor allem auf die eigene Person richtet, jedoch auch in der Gruppe vollzogen wird. Anliegen ist es, den Vorgang des Wahrnehmens als ein offenes Sich-Zuwenden zu inneren und äußeren Realitäten zu trainieren. Dies können sein: Körperwahrnehmungen, Stimmungen, Erinnerungen, Gedanken, Gefühle, Musik und andere akustische Wahrnehmungen Eng damit verknüpft ist das anschließende Beschreiben des Wahrgenommenen und seine bewusste Unterscheidung zu Vorgängen des Erklärens, Bewertens, Deutens, Spekulierens und Interpretierens. Über Handlungsangebote, die dem Prinzip der Regulativen Musiktherapie folgen, soll sowohl die Wahrnehmungsfähigkeit für die Vielfalt innerer und äußerer Vorgänge trainiert werden (Wahrnehmungserweiterung), als auch die Fähigkeit zu genauerem Wahrnehmen und Beschreiben entwickelt werden (Wahrnehmungsdifferenzierung).
 
Leitertraining I
Im Mittelpunkt dieses Ausbildungsabschnitts steht die Vermittlung der Handlungsfunktion des Musiktherapeuten. Die Teilnehmer arbeiten in wechselnden Rollen als Gruppenmitglied, als Gruppenleiter und als Co-Leiter mit der konkreten Ausbildungsgruppe. Sie erwerben durch eigene Gruppenleitung, durch Beobachtung und Erleben anderer Gruppenleiter und durch ausführliche Supervision der einzelnen Stunden und des Gruppenleiterverhaltens praktische und theoretische Kenntnisse. Schwerpunkt des Leitertrainings I ist die Reflexion über methodisch-didaktische Aspekte des Musiktherapiekonzepts und ihre Vermittlung und Vertiefung durch Seminare und Literaturstudium. Die Arbeitseinheiten gliedern sich in 45 Minuten Gruppenleitung und 45 Minuten anschließende Supervision.
 
Zwischenprüfung I
 
 
Spezialisierungskurs 
 
Didaktik der Umsetzung des Musiktherapiekonzepts in unterschiedlichen Anwendungsfeldern 
Die Beschäftigung mit der methodisch-didaktischen Herangehensweise in der praktischen musiktherapeutischen Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen geschieht unter dem Aspekt der flexiblen Anwendung des Grundkonzepts und nicht unter dem Aspekt der „Rezeptvermittlung“ für verschiedene Krankheitsbilder. Nur auf der Basis eines klaren Grundkonzepts kann die individuelle therapeutische Begegnung zugleich fundiert und situativ flexibel gestaltet werden. Das betrifft klinische und außerklinische Anwendungsfelder, aus denen Fachleute die Spezifik wichtiger Störungsbilder diskutieren und über ihre praktische Arbeit berichten.
 
Differenzierte Selbsterfahrung mit aktiven und rezeptiven Handlungsformen
Nach der vorwiegend methodenbezogenen Selbsterfahrung in den ersten Ausbildungsabschnitten steht nun die subjektbezogene Selbsterfahrung im Mittelpunkt. Über aktive und rezeptive Handlungsformen sollen, auf der Grundlage der bisherigen Erfahrungen, individuell spezifische Abwehrkonstellationen für den Einzelnen transparent und mit den spezifisch musiktherapeutischen Mitteln bearbeitet werden, was das Erproben alternativer Erlebnis- und Verhaltensweisen einschließt. Damit bietet dieser Ausbildungsabschnitt Selbsterfahrung mit tiefenpsychologischer Zielstellung. Seminare und Literaturstudium ergänzen und vertiefen die durch Erfahrung gewonnenen Einsichten.
 
Leitertraining II
Im Mittelpunkt steht das zunehmend genaue Erkennen persönlicher Handlungsmuster und deren psychodynamische Hintergründe in der Rolle des Gruppenleiters und des Co-Leiters unter dem Aspekt der Förderung bzw. Behinderung des Gruppenprozesses und der Entwicklung des Individuums. Im Zentrum steht dabei die Frage nach den subjektiven Wahrnehmungs- und Handlungsbehinderungen und das Training des konstruktiven Umgangs damit.
 
Zwischenprüfung II
 
 
Supervision
 
Supervision des Einzelnen in der Gruppe als Begleitung in den Berufseinstieg 
Die Supervision der eigenen musiktherapeutischen Tätigkeit gilt als wesentliche letzte Ausbildungsstufe. Sie soll zugleich die Einsicht vermitteln, dass Supervision ein notwendiger Bestandteil für jede Art von Tätigkeit ist, in der menschliche Begegnung im Mittelpunkt steht. Anliegen ist sowohl die fachliche Qualitätssicherung, als auch die Psychohygiene der Teilnehmer. Die Supervision wird als Supervision des Einzelnen in der Gruppe unter Leitung der Dozenten durchgeführt.
                 
 

Bewerbung

Die Bewerbung für die neu beginnenden Studiengänge ist laufend möglich. Als Bewerbungsunterlagen sind einzureichen
— ein handgeschriebener ausführlicher, reflektierter Lebenslauf mit besonderer Berücksichtigung der Studienmotivation
— Kopien der Zeugnisse, Studien- und Berufsabschlüsse
— ein Passbild  
 
Ihre Bewerbung richten Sie bitte an
Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen
Fachklinik Klosterwald Bahnhofstr. 31
07639 Bad Klosterlausnitz
 
Zirka drei Wochen nach Eingang Ihrer Unterlagen erhalten Sie Bescheid, ob Sie einen Studienplatz erhalten bzw. in die Warteliste aufgenommen worden sind. Weitere Informationen zu den Studieninhalten unter Studiengang Musiktherapie. 
Ein Informationsheft mit dem ausführlichen Curriculum können Sie bestellen unter info@musiktherapie-crossen.de
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